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Kurz notiert

In diesem Bereich veröffentlichen wir in loser Folge Beiträge zu den neuesten Entwicklungen unserer Mandate




Aktuelle Beiträge:

HUK-Coburg scheitert in zwei Instanzen
Anerkannte Berufsunfähigkeit zu Unrecht widerrufen

Ex-Tennisspielerin erhält 450.000,00 EURO

CosmosDirekt zahlt 350.000,00 EURO an Motorradfahrern nach Querschnittlähmung

Diebstahl von Kupferdachrinnen – VGH reagiert „wie man sie kennt“

Trotz Sachverständigenverfahren – R+V zahlt EUR 500.000,00 auf Feuerschaden

Auffahrunfall – Deutsches Büro Grüne Karte eV zahlt EUR 330.000,00

Versicherungsvertrag – Anfechtung wegen arglistiger Täuschung unwirksam

Berufsunfähig wegen Depressionen: VPV erkennt Anspruch nach vorheriger Ablehnung an

Dann ging alles ganz schnell – Zurich zahlt weitere EUR 210.000,00

Zurich zahlt EUR 80.000,00 im laufenden Prozess

Auffahrunfall – Allianz zahlt EUR 70.000,00

Depressionen und Angstzustände: Drei Berufsunfähigkeits-Versicherer erkennen ihre Leistungspflicht an

Aachen Münchener zahlt weitere EUR 1.030.000,00

HUK zahlt weitere EUR 700.000,00

Einbruchdiebstahl - Hartnäckigkeit zahlt sich aus - Alte Leipziger zahlt EUR 50.000,00

Barmenia erkennt Berufsunfähigkeit bei Depressionen an

Reitunfall: R+V zur Zahlung gezwungen

Nach Querschnittlähmung: Angemessene Regulierung der Generali im Prozess

Motorradunfall: Allianz zu angemessener Regulierung „bekehrt“

Generali zahlt ¼ Million Euro

ERGO knickt ein

Signal Iduna reguliert Millionenschaden innerhalb von 4 Wochen

Zurich zahlt mehr als eine ¾ Million Euro

Regulierungsverweigerung der AXA "korrigiert"

VGH Hält Brandopfer hin

InterRisk verliert in drei Instanzen

Daumen mit Kreissäge abgetrennt – OLG Schleswig verurteilt ERGO Versicherung zur Zahlung von EUR 100.000,00

Abfindungsangebot der Mannheimer Versicherung vervielfacht

Audi "rudert zurück" und vergleicht sich



HUK-Coburg scheitert in zwei Instanzen - Anerkannte Berufsunfähigkeit zu Unrecht widerrufen

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HUK-Coburg scheitert in zwei Instanzen
Anerkannte Berufsunfähigkeit zu Unrecht widerrufen

Anlässlich seiner selbstständigen Tätigkeit als Forstwirt stürzte unser Mandant bei Baumpflegearbeiten aus beträchtlicher Höhe und erlitt dabei Berstungsfrakturen mehrerer Wirbelkörper sowie eine offene Mehretagenfraktur des linken Unterschenkels. Die hieraus resultierende Invalidität unseres Mandanten wurde sodann von dessen Unfallversicherer rechtmäßig anerkannt und die Entschädigungsleistungen erbracht. Bereits zuvor hatte der Berufsunfähigkeits-Versicherer unseres Mandanten, die HUK-Coburg, den Leistungsfall ebenfalls anerkannt und monatliche Renten in Höhe von ca. EUR 2.000,00 an unseren Mandanten gezahlt. Aber bereits nach 9 Monaten stellte die HUK-Coburg ihre Rentenzahlungen wieder ein und behauptete, dass sich dessen Beeinträchtigungen angeblich signifikant verbessert hätten und dass dessen Einschränkungen auf allen Teiltätigkeiten seines Berufs als Forstwirt auf unter 50% gesunken wären. Demgegenüber hatten sich das Verletzungsbild und damit die Leistungsfähigkeit des Mandanten während dieser Zeit jedoch nicht – wie von der HUK-Coburg unzutreffend behauptet – deutlich verbessert, sondern vielmehr sogar drastisch verschlechtert. Im daraufhin folgenden Klageverfahren vor dem Landgericht Lüneburg (Az.: 5 O 362/16) wurde der HUK-Coburg dann jedoch von der dortigen Kammer „ins Stammbuch geschrieben“, dass deren Leistungsverweigerung bereits im Hinblick auf eine mangelhafte Begründung der Leistungseinstellung rechtswidrig erfolgte. Im Weiteren gab das Landgericht Lüneburg auch noch zu erkennen, dass es die Ausführungen der HUK-Coburg zu den angeblich „wundersamen Heilungsfortschritten“ unseres Mandanten nicht nachzuvollziehen vermochte. Da die HUK-Coburg ihr Image als ausgesprochen „sperriger“ Versicherer nicht nur bei der Regulierung von Kfz-Unfällen, sondern erkennbar auch im Bereich der Berufsunfähigkeits-Versicherung pflegt, legte sie gegen das Urteil des Landgerichts Lüneburg Berufung vor dem Oberlandesgericht Celle ein, um ihr Glück sodann in der II. Instanz zu versuchen. Aber auch der dortige Senat teilte der HUK-Coburg klar und unmissverständlich mit, dass deren Einstellung der von ihr zunächst anerkannten Berufsunfähigkeit unseres Mandanten rechtswidrig erfolgte und das die Entscheidung des Landgerichts Lüneburg insoweit nicht zu beanstanden wäre (Az.: 8 U 139/18). Als Konsequenz ihres gescheiterten prozessualen Abenteuers hat die HUK-Coburg unserem Mandanten nun einschließlich Zinsen annähernd EUR 60.000,00 nachzuzahlen und die von ihr versprochene Versicherungsleistung längstens bis 2044 zu erbringen. Des Weiteren hat die HUK-Coburg unserem Mandanten, was deren Solidargemeinschaft der Versicherten kaum erfreuen dürfte, dessen Gerichts- und Rechtsanwaltsgebühren aus zwei Instanzen vollständig zu erstatten.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. Dezember 2018 um 15:38 Uhr
 

Ex-Tennisspielerin erhält 450.000,00 EURO

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Ex-Tennisspielerin erhält 450.000,00 EURO

Nach trainingsbedingten Knieverletzungen wurden unserer Mandantin, die sich zu diesem Zeitpunkt als deutsche Spitzen-Tennisspielerin an der Schwelle zur Profispielerin befand, von ihrem behandelnden Orthopäden 10 – 15 Kortison-Injektionen in das Knie verabreicht. Als Folge bildete sich eine Nekrose im Knie, die durch das Absterben von unterhalb des Gelenkknorpels befindlichem Knochengewebe gekennzeichnet ist. Diese auch als Knocheninfarkt bezeichnete Folge einer medizinischen Fehlbehandlung führte letztlich zum Karriereende unserer Mandantin. Obwohl es seit Jahrzehnten dem gefestigten schul- und sportmedizinischen Standard entspricht, dass Kortison entweder überhaupt nicht oder aber extrem zurückhaltend in Gelenke injiziert werden darf, bestritt die AXA-Versicherung als Arzthaftpflichtversicherer des behandelnden Arztes unserer Mandantin erwartungsgemäß die Kausalität zwischen dem medizinischen Behandlungsfehler und der hieraus entstandenen Folgeerkrankung. Auch nachdem das Landgericht Freiburg auf unsere Klage in einem Grundurteil, Az.: 6 O 34/10, festgestellt hatte, dass der beklagte Arzt und dementsprechend faktisch die AXA als hinter diesem stehender Betriebshaftpflichtversicherer zu haften hat, zahlte die AXA weiterhin keine Entschädigung und legte stattdessen Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Freiburg ein. Erst nachdem das Oberlandesgericht Karlsruhe, Az.: 13 U 167//15, in der mündlichen Verhandlung vom 03.05.2017 die Aussichtslosigkeit der Berufung angedeutet hatte, lenkte die AXA ein und zahlte im Wesentlichen auf das geltend gemachte Schmerzensgeld und den Verdienstausfallschaden unserer Mandantin im Wege eines prozessbeendenden Vergleichs 450.000,00 EURO.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Juli 2017 um 18:05 Uhr
 

CosmosDirekt zahlt 350.000,00 EURO an Motorradfahrerin nach Querschnittlähmung

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CosmosDirekt zahlt 350.000,00 EURO an Motorradfahrerin nach Querschnittlähmung

Beim Befahren einer vorfahrtsberechtigten Landstraße mit ihrem Motorrad wurde unsere Mandantin von einem einbiegenden PKW, dessen Fahrer die Vorfahrt missachtet hatte, erfasst und erlitt dabei unter anderem eine Querschnittlähmung. Im Zuge der anwaltlichen Bearbeitung erkannte die ursprünglich beauftragte Anwaltskanzlei sodann mit Wirkung für unsere Mandantin eine Mithaftungsquote von sage und schreibe 50 % an, obwohl unsere Mandantin die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Landstraße lediglich geringfügig überschritten hatte. Nach Mandatsübernahme durch die Kanzlei Hennemann konnte daher nur noch die Hälfte der Ansprüche geltend gemacht werden, die unserer Mandantin grundsätzlich zugestanden hätten. So gelang es nach quälenden Verhandlungen mit der CosmosDirekt vor dem Landgericht Stralsund, Az.: 7 O 151/08, schlussendlich, diese auf dem Vergleichswege zu einer Gesamtzahlung in Höhe von 350.000,00 EURO zu veranlassen. Berücksichtigt man insoweit, dass der Mandantin kein Verdienstausfallschaden entstanden und von den übrigen Ansprüchen jeweils 50 % durch das weitreichende und übereilte Anerkenntnis der vorbevollmächtigten Rechtsanwaltskanzlei abzuziehen war, ist das Ergebnis für die Mandantin mehr als zufriedenstellend.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 03. Juli 2017 um 18:08 Uhr
 

Diebstahl von Kupferdachrinnen – VGH reagiert „wie man sie kennt“

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Diebstahl von Kupferdachrinnen – VGH reagiert „wie man sie kennt“

Im November 2012 wurden vom Gebäude unserer norddeutschen Mandanten Kupferdachrinnen abmontiert und gestohlen. Seit Juli 2009 unterhielten diese bei der Landschaftliche Brandkasse Hannover (VGH) eine Gebäudeversicherung, deren sogenanntes Spezialpaket Versicherungsschutz unter anderem für Diebstahl von fest mit dem Gebäude verbundenem Zubehör gewährte. Dennoch lehnte die VGH den Schaden mit Schreiben vom 12.12.2012 mit der Begründung ab, „der notwendige Versicherungsschutz habe nicht bestanden“. Eine Begründung hierfür ließ das Schreiben der VGH insbesondere vor dem Hintergrund des vorerwähnten Versicherungsvertrages vermissen. Insoweit wurde den Mandanten in der Folge lediglich mündlich zugetragen, dass es angeblich zu einer Umstellung des ursprünglichen Versicherungsvertrages gekommen wäre und dass der Neuvertrag einen entsprechenden Diebstahlschutz nicht mehr vorsehe. Obwohl den Mandanten der angebliche Neuabschluss einer Gebäudeversicherung mit deutlich verschlechterten Bedingungen nicht bekannt war, legten diese den Vorgang in der Folge wegen vorrangiger Aufgaben und Verpflichtungen erst einmal auf die Seite und beauftragten die Hennemann Rechtsanwälte erst Mitte Dezember 2015 – und damit kurz vor Verjährungseintritt zum 31.12.2015. Im Hinblick auf die bevorstehenden Weihnachtsfeiertage und das Jahresende ersuchten die Hennemann Rechtsanwälte die VGH daraufhin um die Abgabe einer Erklärung, wonach diese auf eine sogenannte Verjährungseinrede bis zum 31.01.2016 verzichtet, um die Angelegenheit sodann im neuen Jahr in der erforderlichen Gründlichkeit prüfen und besprechen zu können, was bei Gegebenheiten der vorliegenden Art der Geschäftsüblichkeit auch in Auseinandersetzungen mit Versicherern entspricht. Dass derartige, redliche und vernünftige Geschäftsusancen für die VGH nicht zu gelten scheinen, wurde wieder einmal durch deren Mitteilung vom 19.12.2015 bestätigt, die verlautete, dass man auf die „Verjährungsfristen“ nicht verzichten werde. Frei übersetzt heißt dies, dass die VGH im Hinblick auf ihr Regulierungsverhalten seit Ende 2012 ein buchstäblich „rabenschwarzes Gewissen“ hatte und auf diese Weise einen letzten, verzweifelten Versuch unternahm, sich an das vermeintlich „rettende Ufer der Anspruchsverjährung“ zu begeben. Natürlich ließen die Hennemann Rechtsanwälte die VGH auch mit diesem neuerlichen Treiben nicht durchkommen und reichten eine entsprechende – die Verjährung hemmende – Klage noch rechtzeitig im Dezember 2015 bei dem örtlich zuständigen Amtsgericht Zeven ein. Daraufhin unternahm die VGH nicht einmal den Versuch, sich gegen die Klage zu verteidigen und gab, wie ein erwischter Übeltäter, geradezu „sang- und klanglos klein bei“ und überwies den Forderungsbetrag in Höhe von EUR 3.487,76 daraufhin kurzfristig an unsere Mandanten, womit der Rechtsstreit faktisch – wenn auch noch nicht ganz – beendet war. Denn das Amtsgericht Zeven entschied noch durch anschließenden Beschluss, der VGH sowohl die gesamten Gerichtskosten als auch unsere Rechtsanwaltsgebühren aufzuerlegen. Dies dürfte die sogenannte „Solidargemeinschaft der Versicherten“, auf die sich auch die VGH zur Begründung von Leistungsverweigerern so gerne bezieht, in besonderer Weise freuen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 26. April 2016 um 10:36 Uhr
 

Trotz Sachverständigenverfahren – R+V zahlt EUR 500.000,00 auf Feuerschaden

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Trotz Sachverständigenverfahren – R+V zahlt EUR 500.000,00 auf Feuerschaden

Nachdem ein Gebäudekomplex des Herrn K. Opfer der Flammen geworden war „lockte“ sein Feuerversicherer, die R+V Allgemeine Versicherung AG, ihn und seinen damaligen, arglosen Rechtsanwalt in das sogenannte „Sachverständigenverfahren“, an dessen Ende aber lediglich eine Zahlung des Versicherers in Höhe von EUR 400.000,00 stand, mit der sich Herr K. – nunmehr beraten und vertreten durch die Hennemann Rechtsanwälte – nicht zufrieden geben konnte und wollte. Mit seinen neuen Rechtsanwälten von der Kanzlei Hennemann unternahm Herr K. auf deren Anraten das ungemein schwierige juristische Unterfangen, das Ergebnis des Sachverständigenverfahrens, von dessen Vereinbarung wir ausnahmslos abraten, da es grundsätzlich bindend ist, gerichtlich anzugreifen.

Trotz der damit einhergehenden Widrigkeiten und extrem hoher juristischer Hürden gelang es schließlich, die R+V Versicherung AG vor dem Oberlandesgericht Naumburg (Aktenzeichen 4 U 30/15) in einen Vergleich zu „zwingen“ der eine weitere Zahlung der R+V Allgemeine Versicherung AG in Höhe von EUR 100.000,00 zur Folge hatte, so dass eine Gesamtentschädigung in Höhe von EUR 500.000,00 erreicht werden konnte.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. April 2016 um 16:30 Uhr
 


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